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Ratgeber für Gastgeber

Was kostet eine Website für eine Ferienwohnung?

Auf die Frage nach dem Preis bekommt man meist „das kommt darauf an“. Das stimmt sogar – aber man kann sagen, worauf. Hier stehen Zahlen, die Sie mit jedem Angebot vergleichen können, auch mit unserem.

Lesezeit: 7 Minuten Stand: August 2026 Von IMPULS your Business

Taschenrechner, Kaffeetasse und Notizblock auf einem Holztisch am Fenster

Drei Dinge bestimmen den Preis

  1. Der Umfang. Vier Unterseiten oder vierzig? Eine Sprache oder drei? Jede Einheit mit eigener Seite und eigenen Bildern kostet Aufbauzeit.
  2. Die Funktionen. Eine reine Visitenkarte ist ein Bruchteil dessen, was eine Seite mit Verfügbarkeitsprüfung und Verwaltungsbereich kostet – dort steckt Programmierung dahinter, nicht nur Gestaltung.
  3. Wer die Zuarbeit macht. Wenn Texte und Bilder fertig geliefert werden, ist es günstiger. Wenn jemand sie schreiben und sortieren muss, kostet das Stunden.

Die üblichen Wege im Vergleich

WegEinmaligPro JahrWofür geeignet
Baukasten, selbst gebaut 0 €
+ sehr viel eigene Zeit
150–400 € Nur, wenn Sie das wirklich gern machen. Eine Buchungsfunktion ist damit kaum abzubilden
Baukasten, eingerichtet vom Dienstleister 600–2.000 € 150–400 € Schnelle, einfache Seite – Buchungsfunktionen meist nur als Zumietung
Freelancer 1.500–5.000 € 100–500 € Individuelle Seite. Verlässlichkeit steht und fällt mit der Person
Agentur 4.000–15.000 € 400–1.500 € Größere Betriebe, mehrere Sprachen, Anbindung an ein Buchungssystem
Mietmodell / Buchungssoftware 0–1.000 € 600–2.400 €
teils + Prozente je Buchung
Wer laufend zahlen statt investieren will – Achtung auf die Kündigungsfrist

Die Spannen sind ehrlich breit, weil „Website“ alles Mögliche bedeuten kann. Der Vergleich funktioniert erst, wenn Sie zwei Angebote auf denselben Umfang bringen.

Ein Wort zur ersten Zeile: Selbst bauen klingt verlockend, weil dort eine Null steht. Wir raten Gastgebern davon ab – nicht aus Eigennutz, sondern weil Ihre Zeit im Haus besser aufgehoben ist und weil die Seite danach jemandem gehört, der sie ein Jahr später nicht mehr anfassen mag. Wenn Sie es dennoch versuchen wollen: Fangen Sie mit den Bildern an, das ist der Teil, der in jedem Fall etwas bringt.

Die laufenden Kosten, die immer anfallen

Die Posten, die gern übersehen werden

Ab wann sich das trägt

Rechnen wir ein typisches Beispiel: zwei Ferienwohnungen, 110 € pro Nacht, je 120 belegte Nächte im Jahr, bisher fast alles über Vermittler mit 16 Prozent. Das sind rund 4.200 € Provision im Jahr.

Eine Seite mit Buchungsportal kostet bei uns im ersten Jahr 1.680 € netto, danach 199 €. Jede Nacht, die direkt gebucht wird statt über den Vermittler, bringt knapp 18 € zurück. Nach etwa 95 solchen Nächten ist das erste Jahr bezahlt – bei fünf Nächten je Buchung also nach rund 19 Direktbuchungen. Ab dem zweiten Jahr genügen zwölf. Mit Ihren eigenen Zahlen können Sie das im Provisionsrechner durchspielen.

Die entscheidende Frage ist nicht, was die Seite kostet, sondern was das nächste Jahr ohne sie kostet.

Woran Sie ein faires Angebot erkennen

Und ein Warnzeichen: Wer eine Seite „kostenlos“ anbietet und das Geld über eine lange Mindestlaufzeit hereinholt, verkauft Ihnen einen Kredit, keine Website.